Graphomat Z64 von Konrad Zuse

Computermuseum der Informatik

Eine Kooperation des Computermuseum Stuttgart und des TECHNOSEUM Mannheim - Auslesen der Programme der Lochsteifen des Graphomat Z64

Die Zeichenmaschine "Graphomat Z64" wurde von der Zuse KG 1961–1964 produziert und von Korad Zuse entwickelt. Insgesamt wurden ca. 90 Geräte verkauft. Der Graphomat ermöglichte es Zeichnungen in großem Format und hoher Genauigkeit umzusetzen.

Im Archiv des TECHNOSEUM Mannheim befinden sich noch Original-Lochstreifen, die von Klemens Krause auf einen Tektronix Bildschirm ausgegeben wurden.

Ausdruck der Lochstreifen des TECHNOSEUM auf dem Tektronix Terminal

Der Zuse Graphomat Z64 ist ein frühes graphisches Ausgabegerät für Computer. Er kam zu Beginn der 1960er Jahre auf den Markt.  Die Schrittweite beträgt 1/16mm, die maximale Fahrtgeschwindigkeit beträgt 22,5 mm/sec.

Die ganze Konstruktion ist extrem massiv und schwer, was es auf der anderen Seite auch möglich machte, anstelle der Zeichenstifte auch Graviernadeln und Schneidstichel einzusetzen und so z. B. auch Folien oder Papier zu schneiden.

Gesteuert wird der Gaphomat nicht direkt online vom Computer, sondern über Lochstreifen, zunächst über 5-Kanalstreifen, später auch über 8-Kanalstreifen. Das hat den Vorteil, dass obwohl die Universität Stuttgart ihren Graphomaten in den 1970er Jahren an die FH Furtwangen abgegeben hatte, dennoch originale Lochstreifen erhalten sind, deren Inhalt wir an unserem „Abend im Computermuseum“ sichtbar machen werden.

TECHNOSEUM Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim

Das TECHNOSEUM ist eines der großen Technikmuseen in Deutschland. Die Ausstellung zeigt 200 Jahre Technik- und Sozialgeschichte. Sie bietet Experimentierstationen zu Naturwissenschaft und Technik und verbindet Information mit Erlebnis.

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