Der Pfarrer, Astronom, Ingenieur und Unternehmer Philipp Matthäus Hahn (1739 - 1790) entwickelte 1774 ein Rechenmaschine um seine astronomischen Berechnungen zu erleichtern. Im Jahr 1779 veröffentlichte Hahn einen Artikel im "Teutschen Merkur" in dem er die Konstruktion mit Staffelwalzen und die Funktion seiner Rechenmaschine beschreibt.
Der Verein "Freundeskreis Philipp Matthäus Hahn Kornwestheim e.V." (Philipp Matthäus Hahn Museum Kornwestheim) ermöglichte es Klemens Krause mit einem Nachbau der Rechenmaschine zu rechnen und die Funktionsweise zu untersuchen. Eine Einordnung der Erfindung in die Lebensgeschichte und Lebensumstände von Pfarrer Hahn erfolgt von Klaus Zander, Vorstandsvorsitzender des Vereins.
Heute sind noch zwei Original-Rechenmaschinen erhalten. Sie befinden sich im Landesmuseum Württemberg Stuttgart und dem TECHNOSEUM Mannheim. Sie werden im Video ebenfalls vorgestellt.
Beschreibung der Funktionsweise und Konstruktion in Artikeln und Buchbeiträgen
Artikel von Philipp Mattäus Hahn im "Teutschen Merkur" von 1779, Seite 137 - 155
Philipp Mattäus Hahn beschreibt die Veranlassung zum Bau der Maschine, der Gebrauch und der Nutzen.
Beschreibung einer Rechnungs-Maschine, wodurch man ohne Mühe, durch bloße Herumführung eines Triebels, die vier gewöhnlichen Rechnungs-Arten verrichten kann. Von M. Philipp Matthäus Hahn, Pfarrer in Kornwestheim bey Ludwigsburg, im Herzogthum Würtemberg, erfunden, und durch seine Arbeiter im Jahr 1777 und 78 verfertiget
Textausschnitt aus:
Österreichische Nationalbibliothek - ANNO Historische Österreichische Zeitungen und Zeitschriften
Eine Beschreibung der Rechenmaschine und eine Anleitung der Rechenvorgänge findet sich im Buch "Die Rechenmaschine und ihre Entwicklungsgeschichte" von Ernst Martin von 1925.
Auszug aus dem Buch "Die Rechenmaschine und ihre Entwicklungsgeschichte"
"Philipp Matthäus Hahn - Konstrukteur und Hersteller von Instrumenten" von Eberhard Anthes beschreibt die Funktionsweise anhand von Zeichnungen (Werner Lange 1988)
