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B.Sc. Softwaretechnik

In diesem Studiengang wird der kon­struktive Aspekt und damit die Anwendung der Informatik in der Praxis vermittelt. Die Studierenden sollen durch ihre Beteiligung an der konkreten, praxisnahen Arbeit die typischen Situationen ihres späteren Berufs bereits im Studium kennenlernen, um die Hochschule mit einer besonders ausgeprägten Qualifikation für Tätigkeiten im Bereich der Softwareentwicklung und -bearbeitung zu verlassen.

Der Studiengang Softwaretechnik

In nahezu allen Bereichen des heutigen Lebens spielt Software eine große Rolle: sie steuert Mobiltelefone, Navigationssysteme, Computer, Roboter, uvm. Der Studiengang Softwaretechnik betont die konstruktiven Aspekte der Informatik. Der Lehrstoff, der den Studierenden vermittelt wird, hat viele Überschneidungen mit dem des Studiengangs Informatik, in der Softwaretechnik liegt der Fokus allerdings darauf, dass das Gehörte auch angewendet wird. Die Softwaretechnik umfasst die systematische Erstellung von Software sowie die Entwicklung von Konzepten für große Softwareprojekte. Sie bietet Methoden für die Softwareentwicklung selbst – von der Analyse über den Entwurf bis hin zur Implementierung, aber auch Modelle zur Definition von Software-Qualität oder zur Überprüfung von Software. Die Studierenden lernen neue Software zu konzipieren, zu realisieren, bestehende Software anzupassen, zu restrukturieren und wiederzuverwenden.

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Der Bachelorstudiengang Softwaretechnik ist auf sechs Semester ausgelegt. Die ersten zwei Semester bilden das Grundstudium, die letzten vier das Fachstudium. Das Studium ist untergliedert in Pflicht- und Wahlbereich. Veranstaltungen des Pflichtbereichs sind für alle Studienteilnehmer obligatorisch, während innerhalb der Wahlbereiche selbständig Interessenschwerpunkte gesetzt werden können.

In den ersten zwei Jahren des Bachelorstudiums steht die Vermittlung der Grundlagen der Softwaretechnik im Vordergrund. Im letzten Jahr können die Kenntnisse der Pflichtveranstaltungen in Wahlbereichen, Seminaren und Projekten zu fortgeschrittenen Themen der Softwaretechnik vertieft werden. Allgemein lässt sich sagen, dass im Bachelorstudiengang Softwaretechnik der konstruktive Aspekt und damit die Anwendung der Informatik in der Praxis stärker betont wird als im Bachelorstudiengang Informatik. Durch die Projekte ist die Teamarbeit ein wichtiger, bewusst betonter Bestandteil des Studiums. Die Studierenden sollen durch ihre Beteiligung an der konkreten, praxisnahen Arbeit die typischen Situationen ihres späteren Berufs bereits im Studium kennenlernen und die Hochschule mit einer besonders ausgeprägten Qualifikation für Tätigkeiten im Bereich der Softwareentwicklung und -bearbeitung verlassen. Die meisten der Absolventen wählen tatsächlich auch dieses berufliche Feld und haben dann gute Chancen, rasch in Funktionen wie Projektleiter o.ä. aufzusteigen.

Im Gegensatz zur Informatik werden in der Softwaretechnik die software-bezogenen Themen besonders betont. Es gibt einige Projekte, deren Umfang langsam wächst bis hin zum einsemestrigen Studienprojekt. Allgemein lässt sich sagen, dass die Informatik den analytischen Aspekt und damit die Theorie stärker betont, die Softwaretechnik den konstruktiven Aspekt und damit die Anwendung der Informatik in der Praxis. Da aber die Bandbreite in beiden Studiengängen groß ist, wird es zweifellos auch in Zukunft Absolventen der Informatik geben, die sehr praxisorientiert sind, während Studierende der Softwaretechnik den Reiz der Theorie entdecken und sich entsprechend ausrichten. Es gibt also keine Mauer zwischen diesen Studiengängen, und die erreichbare Qualifikation überlappt deutlich.

Module
Das Studium gliedert sich in Module, für die nach bestandener Modulprüfung bzw. nach Bestehen der Modulteilprüfungen die dem jeweiligen Modul zugeordneten Leistungspunkte (LP) dem Studierenden gutgeschrieben werden. Module haben eine Größe zwischen 3 und 18 LP. Die Module umfassen inhaltlich zusammenhängende Lehrveranstaltungen und erstrecken sich über ein oder zwei Semester.

Modulhandbuch
Detaillierte Beschreibungen der einzelnen Module finden sich im Modulhandbuch des jeweiligen Studiengangs. Da jedoch jedes Semester eine Überarbeitung und gegebenenfalls Aktualisierung der Modulhandbücher der einzelnen Studiengänge erfolgen muss, finden Sie hier die aktuelle Version des Modulhandbuchs Ihres Studiengangs für das laufende Semester.

Leistungspunkte
Während des Studiums sind Leistungspunkte (LP) zu erwerben, und zwar durch das Bestehen von Modulen. Die durchschnittliche LP-Anzahl pro Semester beträgt 30. Ein LP entspricht einem Arbeitsaufwand von etwa 30 Stunden. Leistungspunkte sind demnach ein quantitatives Maß für den mit dem Studium verbundenen zeitlichen Arbeitsaufwand. Insgesamt werden für den Bachelor of Science 180 LP benötigt.

Die formalen Voraussetzungen für den Bachelorstudiengang Softwaretechnik sind die allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder eine entsprechende gleichwertige Qualifikation sowie qualifizierende Deutschkenntnisse, da die Hauptunterrichtssprache Deutsch ist. Vorkenntnisse in der Programmierung sind nicht gefordert, erleichtern aber den Start. Fundierte mathematische Kenntnisse sind besonders empfehlenswert, um den Studieninhalten adäquat folgen zu können. Da der Übergang von der Schule zum Studium gerade in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) oft als schwierig empfunden wird, bietet die Universität Stuttgart in diesen Fächern sowohl Vorkurse als auch semesterbegleitende Kurse zur Unterstützung an. Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten des MINT-Kollegs.

Der Studiengang B.Sc. Softwaretechnik ist zulassungsbeschränkt. Eine Bewerbung ist ausschließlich zum Wintersemester eines jeden Jahres möglich. Sie erfolgt online über das C@mpus-Portal der Universität Stuttgart. Informationen und Formulare finden Sie bei den Bewerbungsinformationen der Zentralen Studienberatung. Die vollständigen Bewerbungsunterlagen müssen jeweils bis zum 15. Juli des Jahres im C@mpus-Portal hochgeladen sein.

Fristen
zum Wintersemester: 15. Juli
zum Sommersemester: 15. April (nur ins höhere Fachsemester)

Unterlagen
Alle Bewerberinnen und Bewerber, unabhängig von Staatsbürgerschaft und angestrebtem Studiengang, müssen sich online über das Campus-Management-Portal C@MPUS bewerben. Unterlagen in Papierform werden erst zur Einschreibung benötigt.

Für alle weiteren Informationen, Nachfragen, individuelle Beratung, etc. steht Ihnen unsere Studienberatung gerne zur Verfügung. Bei allgemeinen Bewerbungsfragen helfen Ihnen auch die Seiten des Studiensekretariats.

Nach dem Bild, das sich heute bietet, sind die beruflichen Aussichten hervorragend. Gegenwärtig sind unsere Absolventinnen und Absolventen sehr gesucht, und auch in den vergangenen zwanzig Jahren war die Softwaretechnik immer ein Fach, dessen Arbeitsmarkt deutlich überdurchschnittliche Chancen für Bewerberinnen und Bewerber bot. Dies wird sich voraussichtlich auch in Zukunft nicht ändern.

Eine Hochschulkarriere empfiehlt sich, wenn während des Studiums ein überdurchschnittliches Interesse an Forschungsthemen entdeckt wird. In diesem Falle können die Absolventinnen und Absolventen des Bachelor ihre wissenschaftliche Ausbildung in einem anschließenden Masterstudiengang vertiefen (siehe nächsten Abschnitt), um die inhaltliche Voraussetzung zu erwerben mit einem Promotionsvorhaben zu beginnen.

Wer den Bachelor Softwaretechnik erworben hat, besitzt grundsätzlich eine umfassende Ausbildung in diversen Bereichen, die in einem breiten Spektrum von Tätigkeiten eingesetzt werden kann. Diese Ausbildung schließt die folgenden Fähigkeiten ein: ein geschultes Abstraktionsvermögen, das präzise Formulieren komplexer Inhalte, der fachgerechte Umgang mit neuen Medien, das selbständige Lösen und Strukturieren unterschiedlicher Problembereiche sowie die zielorientierte und interdisziplinäre Zusammenarbeit im Team.

Ein guter Bachelorabschluss qualifiziert für einen Masterstudiengang in Deutschland und Europa, insbesondere für die Masterstudiengänge im Fachbereich Informatik der Universität Stuttgart.

Ein Bachelorgrad ist eine von mehreren Voraussetzungen für die Zulassung zum Masterstudium; die Zulassung kann auch vorzeitig unter dem Vorbehalt des erfolgreichen Abschlusses des Bachelorstudiums erfolgen. Derzeit gibt es im Fachbereich Informatik die Masterstudiengänge Informatik, Softwaretechnik, Computer Science (englischsprachig), Computational Linguistics (englischsprachig) und den internationalen Masterstudiengang Information Technology (englischsprachig). Das viersemestrige Masterstudium umfasst in der Regel 120 LP; seine Inhalte sind forschungsorientiert. Der Masterabschluss ist im Allgemeinen die Voraussetzung für eine Promotion und die weitere wissenschaftliche Arbeit an der Universität oder anderen Forschungseinrichtungen.

 

Masterstudiengänge

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Ansprechpartner zum Studiengang Softwaretechnik

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Dr.

Katrin Schneider

Studiengangsmanagerin Informatik und Softwaretechnik; Fachbereichsmanagerin Informatik; Erasmus-Koordinatorin