Das Logo des Computermuseums mit der Zeichnung von vier Magnetkernspeicher auf gelbem Hintergrund

Computermuseum der Informatik

Das Computermuseum der Stuttgarter Informatik besitzt eine umfangreiche Sammlung historischer, funktionsfähiger Computer und Rechenmaschinen

...und er funktioniert immer noch!

Was ist das Besondere am Computermuseum der Informatik an der Universität Stuttgart?

Das Besondere sind die noch funktionsfähigen Rechenmaschinen und Computer, die heute zeigen, was und wie man vor vielen Jahren damit gearbeitet hat. Möglich ist dies durch das Wissen der Systemadministratoren, die die nicht mehr gebräuchlichen Programmiersprachen kennen und außerdem über ein umfangreiches Lager an Ersatzteilen verfügen.

Unter den Ausstellungsstücken der Sammlung, die im Betrieb gezeigt werden können, sind neben mechanischen und elektronischen Tischrechnern, der wohl älteste noch im laufenden Einsatz befindlichen Magnettrommelrechner LGP 30 in Deutschland, eine IBM 1130 mit Lochkarten, frühe Minicomputer, alte Ein- und Ausgabegeräte und eine Vielzahl heute vergessener Datenträger.

Das Museum erzählt die faszinierende 350-jährige Entwicklung der Computer, beginnend mit der Rechenmaschine von Wilhelm Schickardt bis zu den Mikroprozessoren, die in der Mitte der 1970 Jahre eine Revolution und den Beginn der heutigen Digitalisierung einleiteten.

Projekte zum 110. Geburtstag von Konrad Zuse am 22.06.2020

Das Computermuseum wird gefördert durch:

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Das Computermuseum der Stuttgarter Informatik befasst sich nicht nur mit dem Sammeln und Vorführen der Exponate. Die Aufgabe des Computermuseums ist sehr umfangreich und komplex, vieles findet daher nicht-öffentlich oder außerhalb der Öffnungszeiten statt.

Zu den wichtigsten Aufgaben gehören auch die Realisierung verschiedener Projekte, die der Museumsarbeit dienen, z.B. Programmsysteme oder Hardwareerweiterungen, Datensicherung und -archivierung, Sammeln von Dokumentation, Software, Datenträgern und sonstiger Unterlagen, aber auch Unterstützung von und Kontakt mit Dritten (z.B. dem Landesarchiv Baden-Würrtemberg). In vielen Fällen konnten wir beispielsweise bei der Konvertierung oder dem Kopieren von Daten von inzwischen historischen Datenträgern auf moderne Systeme helfen.

Historische Dokumente werden, so es die Zeit erlaubt, nach und nach eingescannt und zum Teil auch an Bitsavers übergeben. Da Medien immer einem gewissen Grad an Verfall unterliegen, werden sie ebenfalls so gesichert, daß einerseits eine Rekonstruktion auf einem Originalmedium (z.B. Diskette) wieder möglich ist, andererseits auch die Verarbeitung und Auswertung auf einem heutigen Rechner erfolgen kann. Beispielsweise werden 1/2-Zoll-Magnetbänder in ein Container-Format eingelesen, das auch von Emulatoren wie SIMH benutzt werden kann. Es
ist jederzeit möglich, daraus (z.B. auch mit Hilfe eines von einem Emulator erzeugten Formats) wieder ein Magnetband zu beschreiben und es am Original-Rechner zu benutzen.

Außerdem besitzt das Museum aufgrund seiner langjährigen erfolgreichen Arbeit über einen außerordentlichen Erfahrungsschatz in den Bereichen Restaurierung, Betrieb, Programmierung und Präsentation. Unser Ziel ist es zudem, das umfangreiche Wissen weiterzugeben, sei es an interessierte Studenten oder begeisterte Besucher.

Das Logo des Computermuseums der Stuttgarter Informatik zeigt einen Magnetkernspeicher: vier Ringkerne, die je ein Bit speichern können, durch jeden geht ein X- und ein Y-Draht, und durch alle ein Lesedraht.

Kontakt

Klemens Krause
Dipl.-Ing. (FH)

Klemens Krause

Leiter Computermuseum Stuttgart

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