Computermuseum der Informatik

Projekte und Kooperationen

Die abgeschlossenen Projekte des Computermuseums der Stuttgarter Informatik


In Kooperation mit Universitäten und Industriepartner verwirklichte das Computermuseum eine Reihe unterschiedlicher Projekte.

Projektpartner waren u. a.:

  • Landesarchiv Baden-Württemberg
  • Berliner Archiv der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehem. DDR
  • Universität Tübingen
  • Universität Amsterdam
  • Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
  • Constantin Film GmbH Berlin
  • HP Computer Museum Melbourne/Austalia
  • Association pour un conservatoire de l'informatique et de la télématique (ACONIT) Grenoble/France
 (c)
Zusammenarbeit mit dem Kammertheater Stuttgart - Schorsch Kamerun: Ein Sommernachtstraum im Cybervalley, 2018

Ein Sommernachtstraum im Cybervalley

2019

Im Februar wurde mit der Sicherung und Archivierung aller im Bestand befindlichen DC100-Kassetten für HP-Maschinen begonnen. Zuerst die Bänder für die Terminals der HP2640-Reihe, dazu wurde eigens ein Programm zur Erstellung eines 1:1-Abbilds geschrieben. Danach die Bänder für HP85, HP9845 und sonstige.

2018

Restauration des HP 2116B Minicomputers. Es waren ein paar Transistoren und ein Kondensator in der Kernspeichersteuerung defekt, ansonsten läuft seither alles problemlos. Es wurde noch ein Lochstreifenleser und -stanzer hinzugefügt, als Krönung besteht jetzt auch eine schnelle serielle Verbindung via DS-1B' zum HP 2100- Rechner, der dann als Server dient, um z.B. Programme remote von Platte auf den 2116 laden zu können, ohne den Umweg über Lochstreifen gehen zu müssen.

2017

Erstmalig wurde im Rahmen des Museums eine Bachelorarbeit angefertigt. Die Arbeit "Entwicklung einer Programmierhilfe für die Diehl Combitron" wurde von Felix Queißner erstellt und stellt neben weiteren Erkenntnissen ein ausgezeichnetes Werkzeug zur Programmierung der Combitron in Maschinensprache zur Verfügung.

2016

Restauration des Philips PM 3230/06 Oszilloskops.

2015

Der PDP-8 wurde 50 Jahre alt. Anläßlich des Jubiläums erschien auch ein schöner Artikel im Zeit-Magazin mit unserem Classic PDP-8 (Ausgabe 13/2015).

Restauration der Philips GM 5666/01 und Nordmende UO 963 Oszilloskope.

2014

Ein kleines Malheur in der Konsolenschreibmaschine der IBM1130-Anlage zwingt uns, die Maschine mit etwas Improvisation zu reparieren.

Die Staatliche Bibliothek Regensburg nimmt unseren Museumskatalog 10 Jahre Computermuseum der Stuttgarter Informatik in seinen Bibliotheksbestand auf.

Vom IBM-Museum erhielten wir leihweise mehrere Kästen mit Microfiche- Lochkarten, die in mühevoller Arbeit eingescannt wurden. Sie enthalten z.B. Schaltpläne und Beschreibungen zu SLT-Modulen der S/360 und IBM 1130.

2013

Der Rechner MINCAL 523 wurde mangels Unterlagen komplett reverse-engineered. Dazu gehören das Zeichnen der Schaltpläne der einzelnen Module, die interne Verdrahtung, das Auslesen der ROM- und Kernspeicher-Module, das Disassemblieren des Mikrocodes, die Rekonstruktion des Maschinenbefehlssatzes und die Analyse des E/A- und Interruptteils. Erst dadurch war es möglich, die Maschine zu reparieren und kleine Test- bzw. Demoprogramme zu schreiben. Wir besitzen seitdem den vermutlich einzigen funktionierenden MINCAL-Rechner.

2012

Mit Hilfe eines Stellaris Mikrocontroller-Entwicklungsboards von Texas Instruments, das dankenswerterweise von Herrn Felten zur Verfügung gestellt wurde, wurde ein Interface zum Auslesen des rohen Bitstroms von Disketten gebaut, so daß im Zusammen- spiel mit selbstgeschriebener Software prinzipiell jegliches Diskettenformat gelesen und nach entsprechender Analyse auch dekodiert werden kann. Vom Prinzip her ist es mit dem Catweasel-Controller (kaum erhältlich) oder DiscFerret (ebenfalls kaum oder gar nicht verfügbar) vergleichbar. Damit war es u.a. möglich, die Disketten vom Signetics TWIN-System auszulesen und zu sichern (es ist anzunehmen, daß dies die einzigen verfügbaren auf der Welt sind, da kein weiteres System mehr zu existieren scheint).

Entwurf und Bau einer ISA-Steckkarte zum Auslesen von Festplatten mit SMD-Interface
Das Landesarchiv Baden-Würrtemberg kam zu uns mit der Bitte, drei SMD- Festplatten auszulesen. Das Schwierige dabei ist, daß man eine solche Festplatte nicht einfach in einen beliebigen Rechner mit SMD-Controller einbauen kann, da das Aufzeichnungsformat vom Controller abhängig ist, und dazu existieren keine Unterlagen. Daher wurde ein generischer Controller für einen PC entworfen, der die Datenströme ohne weitere Verarbeitung von der Festplatte liest und lokal in eine Datei schreibt. Alle weiteren Schritte zur Rückgewinnung der Daten können dann per Software erfolgen, so daß alle möglichen Aufzeichnungs- formate bei Bedarf implementiert werden können (so gewünscht). Dies ermöglicht somit auch das Auslesen anderer SMD-Festplatten unbekannter Herkunft, von denen das Museum einige besitzt.

2011

Im Zuge des Reverse-Engineerings der Diehl Combitron ist es gelungen, die Stahl-Lochstreifen der Maschinen (wir besitzen drei unterschiedliche Exemplare) auszulesen, auf einen UNIX-Rechner zu übertragen und zu disassemblieren. Damit sind wir weltweit die einzigen, die die Firmware dieser Maschinen kennen.

2010

Das Deutsche Museum in München nimmt unseren Museumskatalog 10 Jahre Computermuseum der Stuttgarter Informatik in seinen Bibliotheksbestand auf.

2009

Anläßlich eines Artikels in der Zeitschrift c't, verfaßt von einem Mitarbeiter der FH Kiel, wurden die einzigen (zumindest europäischen) Exemplare der ersten kommerziell vertriebenen Computermaus - die Telefunken Rollkugel - bei uns "wiederentdeckt". Es finden weitere Nachforschungen auf dem Gebiet der Geschichte der Eingabegeräte statt, u.a. auch von Prof. William Buxton von Microsoft Research, die sich auf unsere Exemplare (es sind zwei vorhanden) beziehen.

Das Berliner Archiv der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehem. DDR war auf der Suche nach einer Möglichkeit, einen Wechselplattenstapel von einem ESER-Rechnersystem auszulesen. Mangels passender Hardware konnten wir diesen Dienst leider nicht erbringen.

2008

Spiegel Online erhielt von uns zwei Bilder vom Raytheon 704 für einen Artikel über einen Spieledesigner.

2007

Dr. Gerard Alberts from the University of Amsterdam, lecturer in the history of mathematics and computer science, visited our museum after a lecture at the State Academy of Fine Arts and was very enthusiastic about the demonstration: "Thank you very much for visiting your museum yesterday. It was an extra Excursion a l'improviste to conclude the lectures at the Academy of Fine Arts here in Stuttgart. I guess you couldn't know how exactly your performance fitted in with my lectures: Mercury storage, wire storage and core storage, I just mentioned. As an introduction to the history of software, I proudly discussed the sounds and music of early computers, and ... there it is being demonstrated live. "If we had arranged it, it couldn't have been more fitting."

After the visit of Prof. Albert and some students of the State Academy of Fine Arts, Mr. Klemens Krause was asked to take over two teaching positions in the subject "storage technologies". We were also asked to help supervise a conservation project dealing with the video installation by Nam June Paik. Among other things, we were able to back up the software and data from the responsible control computer, which was getting on in years, and to provide the project with assistance for further research.

During the shooting of the film "The Baader-Meinhof Complex", Constantin Film GmbH in Berlin was looking for an old mainframe computer as a loan for a scene and asked us for the IBM 1130 system. We did not agree on the modalities, so that a Telefunken TR440 system from Frankfurt was used instead.

The HP Computer Museum in Australia became aware of our HP9000/840. Obviously we have the only executable (possibly even existing) copy of the first PA-RISC computer from Hewlett Packard. As a result, we are referenced in connection with this computer in several places, e.g. on the websites of the HP Computer Museum and in the book "The HP Phenomenon" by Raymond L. Price.

 

2006

The University of Tübingen, under the direction of Prof. Herbert Klaeren, director of the Tübingen Schickard-Institute for Computer Science, invited us to a lecture of the Studium Generale with the topic "What can be learned from a computer museum?

The city museum of Tübingen asked us to loan some exhibits from our museum for a computer exhibition in autumn. We were happy to meet this request.

 

2005

The Association pour un conservatoire de l'informatique et de la télématique (ACONIT) in Grenoble also owns an IBM 1130 system, but this is currently not operational. Jacques Pain contacted us, and we also got in touch with the developer of the Swiss version of the 1130 ALGOL compiler, Olivier Lecarme, Emeritus at the University of Nice.

2004

While cleaning up at the Physics Institute, a few students found boxes of punched cards and punched tape in a cupboard, which they handed over to us. We were subsequently able to determine that as ALGOL programs and control data for a Zuse Z64 graphomat. Since the Graphomat, which works without a computer, needs punched tape with very special data for plotting, which controls the gears, among other things, we have written a few programs that decode this data and also translate it to HPGL, the plotter language of HP.

To enable us to archive and save the data of the punch cards and exchangeable disks of the IBM 1130 system, we "flanged" a V.24 interface to the punch tape puncher. This makes it possible to transfer data to a UNIX computer, for example, via a serial interface instead of punching out on punched tape by replugging a cable. We have therefore also written some assembler and FORTRAN programs that read in stacks of punch cards or removable disks and transfer them 1:1. The images of the removable disks can easily be used in an 1130 emulator, for example. Since then we are able to read in and save any punch cards. For example, we can transfer programs on punched cards to a modern computer, convert them to ASCII and burn them on CD.

Zum Seitenanfang