WANG Rechner

Computermuseum der Informatik - Wang Rechner

Ein programmierbarer Tischrechner in TTL-Logik mit Nixieröhrenanzeige und Kernspeicher. Der 700 ist ein direkter Konkurrent des HP-9100. Er ist zwar etwas jünger und bereits mit ICs bestückt, aber noch nicht so modern wie der 9810. Genau wie beim 9100 ist auch beim Wang die Firmware in einem Magnetkern-ROM gespeichert. Als Massenspeicher ist ein digitaler Kassettenrekorder eingebaut. Auch an diesen Rechner waren viele Peripheriegeräte anschließbar.

An Wang hatte in den frühen 50er Jahren bei der Firma IBM gearbeitet und dort mit an der Erfindung des Magnetkernspeichers mitgewirkt. Er fühlte seine Arbeit nicht genügend gewürdigt und gründete seine eigene Computerfirma mit dem Ziel, seinen früheren Arbeitgeber vom Markt zu verdrängen.

Hersteller:  Wang
Typ: 700
Baujahr: 1971
Technik: TTL, Magnetkernspeicher
Preis: DM 25.000,-

Der Wang 700 war eine Ad-Hoc-Reaktion auf den HP 9100-Rechner. Vieles an ihm wirkt provisorisch und unfertig. So waren beim 700 die höheren mathematischen Funktionen (sin, log usw) noch nicht fest verdrahtet, sondern mussten bei Bedarf von Kassette geladen werden. Beim 600 waren diese Funktionen dann fest einprogrammiert und zwar ohne, dass dazu das Mikroprogramm-ROM, in dem Berechnung dieser Funktionen abgespeichert ist, gegenüber dem Vorgänger vergrößert werden musste. 

Technisch war der Rechner modernisiert: Er besitzt nur noch ein einzeiliges Display, das nicht mehr aus einzelnen Nixieröhren besteht und somit kleiner ist. Der Programmspeicher ist als Halbleiterspeicher realisiert. Durch den so gewonnen Platz paßt ein kleiner Trommeldrucker in das Gehäuse. 

 An diesen Rechner können im Prinzip die gleichen Peripheriegeräte wie an den 700 angeschlossen werden: Kugelkopfschreibmaschine, Plotter, Kartenleser (im Bild) 

Hersteller: Wang
Typ:  600
Baujahr: 1971
Technik: TTL, Halbleiterspeicher 2048*42 Bit Mikroprogramm-ROM
Preis:  DM 12.750,- (Grundausbau mit Drucker)
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