B.Sc. Informatik: Prüfungsordnung 2012

Erläuterungen und wichtige Informationen zur Prüfungsordnung 2012
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Die Prüfungsordnung 2012 für den Studiengang Informatik läuft zum 30.09.2024 aus. Das Prüfungsamt hat allen in dieser PO noch Verbliebenen ein Jahr Verlängerung gewährt. Ist das Studium nach dieser PO bis dahin - aus welchen Gründen auch immer - nicht abgeschlossen, gibt es 2 Möglichkeiten:

  • Überschreiten die betroffenen Studierenen zusätzlich zum Auslaufen der PO auch die Maximalstudienzeit, so erfolgt eine Exmatrikulation ohne Abschluss.
  • In allen anderen Fällen werden die entsprechenden Studierenden automatisch in die neueste Prüfungsordnung umgeschrieben. Dabei kann es jedoch passieren, dass bestandene Module nicht übertragen werden, weil es sie in der neuen PO nicht (mehr) gibt oder auch, dass Module nachgeholt werden müssen, die neu hinzugekommen sind. Wenn sich die Orientierungsprüfungen der aktuellen PO und der alten PO unterscheiden, kann es zu großen Komplikationen kommen. Generell führt ein solcher PO-Wechsel zu einer weiteren Verlängerung der Studiendauer oder sogar zum Abbruch des Studiums. Deswegen ist es dringend zu empfehlen, das Studium innerhalb der alten PO zu erfolgreich abzuschließen.

Der Studienverlaufsplan

Die Vorgaben der Prüfungsordnung bezüglich der Pflicht- und Wahlmodule sind zur besseren Übersicht als Studienverlaufsplan (SVP) dargestellt. In diesem SVP sind keine Fristen oder andere Belange der PO dargestellt. Es wird ausschließlich angegeben, welche Module wann und in welcher Reihenfolgen absolviert werden sollten und wo Platz für Wahlmodule ist. Der SVP dient also als Orientierungshilfe für das Studium und kann individuell angepasst werden. Hierbei gilt es dennoch zu beachten, dass die meisten Module nur einmal pro Jahr angeboten werden und dass die Orientierungsprüfung eine Zeitfrist hat, die nicht überschritten werden darf.

Die wichtigsten Punkte der auslaufenden PO 2012

  • Jede Prüfung kann einmal wiederholt werden. In bis zu 3 Fällen ist eine 2. Wiederholung gestattet. Sollte dieser Drittversuch nicht bestanden werden (und nur dann) erfolgt eine mündliche Fortsetzungsprüfung, die über den Fortgang des Studiums oder über dessen Ende entscheidet.
  • Nicht-bestandene Prüfungen müssen immer zum nächstmöglichen Termin (meistens nach einem Semester) wiederholt werden.
  • Auch bei den Wahlmodulen muss man eine nicht-bestandene Prüfung wiederholen. Es ist nicht möglich, das Modul zu wechseln. Im schlimmsten Fall kann man also auch durch ein Wahlmodul den Prüfungsanspruch im Studiengang verlieren.

Prüfungsordnung 2012

Weitere Erläuterungen

Untenstehend findet Ihr nun zusammengefasst und alphabetisch angeordnet weitere Randbedingungen der auslaufenden Prüfungsordnung 2012, die Ihr bei der Planung und der Umsetzung Eures Studiums beachten müsst. Bei Fragen wendet Euch bitte an die Fachstudienberater oder die Studiengangsmanagerin.

Die Bachelorarbeit bildet im Allgemeinen den Schluss des Studiums. Sie kann allerdings auch schon begonnen werden, wenn noch nicht alle Module abgeschlossen sind. Die Studierenden suchen sich eigenständig im Fachbereich ein Thema, bearbeiten dieses unter Anleitung durch den Prüfer / die Prüferin und geben final eine schriftliche Ausarbeitung zum Thema ab. Die Bearbeitungszeit beträgt 6 Monate. Nach der Abgabe der schriftlichen Ausarbeitung hält der / die Studierende auch noch einen kurzen Vortrag über die Inhalte der Arbeit.

Fachübergreifende Schlüsselqualifikationen ermöglichen einen kleinen Blick aus dem eigenen Studium hinaus. Hier kann man Kurse besuchen, die anderweitig nicht im Studium integriert sind wie beispielsweise Sprachlurse, Kurse zu rechtlichen Dingen usw. Im Bachelorstudium muss man 2 fachübergreifende Schlüsselqualifikationen (FÜSQ) aus dem uniweiten Angebot wählen.

Folgende zeitliche Randvorgaben sind für das Studium zu beachten:

  • Die Orientierungsprüfung muss bis zum Ende des 3. Fachsemesters bestanden worden sein (inklusive möglicher Wiederholungsversuche).
  • Das Studium muss spätestens nach 12 Semestern abgeschlossen sein.

Die Orientierungsprüfung ist die erste zeitliche Hürde im Studium. Sie dient dazu - wie es der Name schon vermuten lässt - den Studierenden frühzeitig bei der Entscheidung zu helfen, ob das Studium auch mit Erfolg abgeschlossen werden kann oder ob eine Umorientierung sinnvoll wäre. Frühzeitig heißt, dass die Orientierungprüfung bis spätestens zum Ende des 3. Fachsemesters bestanden sein muss. Die Orientierungsprüfung umfasst im Studiengang Informatik folgende Module:

  • "Programmierung und Software-Entwicklung" (9 ECTS)
  • "Datenstrukturen und Algorithmen" (9 ECTS)

Sind diese beiden Module bestanden, so ist auch die Orientierungsprüfung bestanden.

Pflichtfächer müssen von allen Studierenden belegt werden - ohne Ausnahme. Die Pflichtfächer umfassen die sogenannten Basismodule, d.h. die absoluten Grundlagen des Fachs und die sogenannten Kernmodule, welche auf den Grundlagen aufbauen und diese vertiefen. Zu den Pflichtfächern gehören:

  • im Bereich der Basismodule
    • Datenstrukturen und Algorithmen
    • Mathematik für Informatiker und Softwaretechniker
    • Programmierung und Softwareentwicklung
    • Technische Grundlagen der Informatik
    • Theoretische Grundlagen der Informatik
  • im Bereich der Kernmodule
    • Algorithmik
    • Berechenbarkeit und Komplexität
    • Grundlagen des Software Engineerings
    • Mensch-Computer-Interaktion
    • Modellierung
    • Numerische und Stochastische Grundlagen der Informatik
    • Programmierparadigmen
    • Rechnerorganisation
    • Systemkonzepte und -programmierung

Hierbei wird in einem Team von 3 bis 5 Studierenden in einem Zeitraum von höchstens 6 Monaten ein Projekt bearbeitet, das sich an aktuellen Forschungsfrage­n der Institute orientiert. Das Ergebnis wird in einer wissenschaftlichen Publikation festgehalten und auf einem Poster während des einmal pro Semester stattfindenden Projekttages dokumentiert. Hinweise zur Anmeldung etc. bekommt Ihr von der Studiengangsmanagerin.

Es müssen 2 Seminare belegt werden. Seminare bieten eine erste Möglichkeit, erworbenes Wissen anzuwenden und darauf aufzubauen. Hier werden Themen vergeben, die von dem jeweiligen Studierenden / der jeweiligen Studierenden recherchiert bearbeitet, in einem Vortrag präsentiert und in einer schriftlichen Ausarbeitung dargelegt werden müssen. Deswegen sollten Seminare generell nicht vor dem 4. Semester belegt werden, da andernfalls die notwendigen Grundlagen fehlen, um die angebotenen Themen bearbeiten zu können. Weitere Hinweise zu den Seminaren findet Ihr hier.

Der Wahlbereich im Bachelor Informatik umfasst 2 Kataloge: den Katalog "ISG" (Informatik-Softwaretechnik-Grundlagen) und den Katalog "ISW" (Informatik-Softwaretechnik-Wahl).

  • Aus dem Katalog "ISG" (Informatik-Softwaretechnik-Grundlagen) müssen 3 Module gewählt werden.
  • Aus dem Katalog "ISW" (Informatik-Softwaretechnik-Wahl) müssen zwei Module gewählt werden. Dabei kann man eines durch ein Modul aus dem Master Informatik ersetzen.

Die wählbaren Module findet Ihr im Modulhandbuch bzw. im C@mpus-System.

Wichtig hier ist, dass es einen Unterscheid zwischen Prüfungsleistungen und Studienleistungen gibt. Prüfungsleistungen haben eine Obergrenze an Wiederholungsversuchen, Studienleistungen nicht. Grundsätzlich gilt, dass bestandene Leistungen (egal ob Prüfungsleistungen oder Studienleistungen) nicht wiederholt werden können.

Was ist was:

  • Studienleistungen umfassen (keine Obergrenze an Wiederholungsversuchen):
    • USL = unbenotete Studienleistung
    • BSL = benotete Studienleistung
  • Prüfungsleistungen umfassen (Obergrenze bei Wiederholungsversuchen):
    • PL = Prüfungsleistung (schriftlich oder mündlich)
    • LBP = lehrveranstaltungsbegleitende Prüfung

Hier findet Ihr die genauen Vorgaben der Prüfungsordnung zu den Wiederholungen:

  • Jede nicht-bestandene Prüfungsleistung kann einmal wiederholt werden.
  • In bis zu 3 Fällen ist eine 2. Wiederholung einer Prüfungsleistung gestattet. Sollte dieser sogenannte Drittversuch nicht bestanden werden (und nur dann) erfolgt eine mündliche Fortsetzungsprüfung, die über den Fortgang des Studiums oder über dessen Ende entscheidet.
  • Nicht-bestandene Prüfungsleistungen müssen innerhalb von 2 Semestern wiederholt werden.
  • Die Module der Orientierungprüfung können nur einmal schriftlich wiederholt werden. Wird dieser 2. Versuch nicht bestanden, erfolgt eine mündliche Fortsetzungsprüfung, die über den Fortgang des Studiums oder über dessen Ende entscheidet.
  • Die Bachelorarbeit kann nur einmal wiederholt werden.

Studienberatung Informatik

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Katrin Schneider

Dr.

Fachbereich Informatik: Studiengangsmanagerin, Fachbereichsmanagerin & Erasmus-Koordinatorin

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Stefan Zimmer

Dr.

Fachstudienberater Informatik

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